Risikoanalyse

1.1 Räume

Die Kinder- und Jugendgruppen trainieren ausschließlich in der Gymnastikhalle auf dem Vereinsgelände, in Schulsporthallen sowie in einer Bezirkssporthalle.

In dem Gebäude der Gymnastikhalle stehen Umkleideräume mit Sanitäranlagen und Duschen zur Verfügung.
Die genutzten Schulsporthallen sowie die Bezirkssporthalle sind – wie in Hamburg üblich – entsprechend ausgestattet und erfüllen die Anforderungen des Sportbetriebs.

Umkleiden sind keine Aufenthaltsbereiche für Begleitpersonen.
Es ist Aufgabe des Vereins, spartenübergreifend über die Abteilungsleitungen sicherzustellen, dass Übungsleitende, Helfende, Begleitpersonen und Eltern darüber informiert sind, dass Kinder und Jugendliche nur bei tatsächlichem Hilfebedarf begleitet werden dürfen. In diesen Fällen gilt, dass ausschließlich gleichgeschlechtliche Erwachsene die Kinder und Jugendlichen in Umkleide- oder Sanitärbereiche begleiten.

Es gilt grundsätzlich das Prinzip der Einsehbarkeit:
Geräteräume werden ausschließlich von Übungsleitenden betreten. Einzelgespräche finden nur in Bereichen statt, die für andere Personen einsehbar sind.

1.2 Sparten

Der Verein ist auf Breitensport ausgerichtet. Daher ist ein persönliches Abhängigkeitsverhältnis einzelner Kinder zu ÜL weitgehend ausgeschlossen.
Die Kinder- und Jugendgruppen gibt es in folgenden Sparten:

Handball
Judo
Karate
Tischtennis
Turnen

Die verantwortlichen ÜL haben alle eine Ausbildung des HSB und der zuständigen Fachverbände absolviert.
Abhängig von der Sparte kommt es im Training zu unterschiedlichem Körperkontakt, z. B. Hilfestellungen beim Turnen oder Haltungskorrekturen in anderen Sportarten. Dies kann und soll nicht vermieden werden. Auf die umsichtige Herangehensweise bei Korrekturen und das Vermeiden unangemessener körperlicher Kontakte gehen die selbst entwickelten Verhaltensregeln für ÜL ein (s. 4).

Die Aufgabe des Vereins ist es, die zuständigen Spartenleiter und die ÜL ihrer Abteilungen dafür zu sensibilisieren, dass nicht alle Berührungen von den Kindern und Jugendlichen gleich empfunden werden und nicht jede/r Erwachsene nur das Wohl des Kindes im Blick hat.
Während des Trainings gibt es eine Doppelbesetzung mit zwei ÜL oder die Begleitpersonen der Kinder können zusehen. Dies dient auch dem Schutz der ÜL.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Sprachgebrauch in den verschiedenen Sportarten und Gruppen. Auch wenn wettkampforientiertes Training oft mit rauer Sprache verbunden ist, darf der Ton nicht beleidigend oder in irgendeiner Weise übergriffig sein.

Es gibt Regeln im Umgang mit Kommunikationsmitteln. So werden keine 1:1 Social Media-Kontakte zu Teilnehmenden gepflegt und Gruppenchats dürfen nur für sport- und vereinsspezifische Themen genutzt werden.
Fotos und Videomaterial von Teilnehmenden werden nicht über soziale Medien weitergeleitet. Entsprechendes Material wird zur Veröffentlichung in Verbandsmedien nur mit schriftlicher Zustimmung der Teilnehmenden oder ihrer Erziehungsberechtigten verwendet.

1.3 Prävention sexualisierter Gewalt (PSG)

Der Verein hat zwei ausgebildete PSG-Beauftragte. Sie sind selbst ÜL und haben nach ihrer Schulung 2015 die Abteilungsleiter und andere Amtsträger in die Verantwortlichkeit für den Schutz der Kinder und Jugendlichen mit einer vereinsinternen Schulung einbezogen.

Alle ÜL des Vereins haben ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt und den Ehrenkodex der HSJ unterzeichnet.
Ein Vorteil des TSV Hohenhorst liegt darin, dass die aktiven ÜL seit vielen Jahren selbst im Verein Sport treiben und mit anderen Mitgliedern privat bekannt sind. Dadurch ist eine soziale Kontrolle vorhanden, die Sicherheit gibt, uns aber natürlich nicht aus der Verantwortung und Wachsamkeit entlässt.

Auf der Homepage des Vereins wird eine Seite zum Thema PSG erstellt, auf der dieses Kinder- und Jugendschutzkonzept für alle einsehbar ist. Bei jeder Veröffentlichung der Amtsträger werden die PSG-Beauftragten aufgeführt, damit sie namentlich bekannt sind und Betroffene wissen, an wen sie sich wenden können.

Der Verein legt in den vereinseigenen Räumen Flyer aus, die der Aufklärung der Kinder, Jugendlichen und ihrer Eltern dienen. Bei den Veranstaltungen mit und für Kinder des Vereins gibt es einen Stand, an dem die Jugend und die Erwachsenen sich zum Thema informieren können

1.4 Vereinsstruktur

Um der Tabuisierung von sexualisierter Gewalt entgegenzutreten, wird PSG auf der Delegiertenversammlung thematisiert, um die Mitglieder dafür zu sensibilisieren und das Thema im Verein wie folgt zu verankern:

„Schweigen schützt die Falschen!“
Der TSV Hohenhorst verurteilt jegliche Form von Gewalt, unabhängig davon, ob sie körperlicher, seelischer oder sexualisierter Art ist. Schwerwiegende Verstöße können zum Ausschluss aus dem Verein und Verstöße seitens der ÜL können zum Entzug von Lizenzen führen.

Innerhalb des TSV Hohenhorst gibt es einen Jugendwart, Jugendsprecher und Jugendvertreter der Sparten. Die Jugendversammlung agiert selbstständig nach der Jugendordnung.

„Die Jugend des TSV Hohenhorst verurteilt jede Form von Gewalt, unabhängig davon, ob sie körperlicher, seelischer oder sexualisierter Art ist.“


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