TSV Hohenhorst von 1963 e.V.


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Schutz der Jugend

Prävention

Die Kinder und Jugendlichen werden in den folgenden Texten direkt angesprochen. Diese werden als Flyer in den vereinseigenen Räumen ausgelegt (s.1.3).
Dafür übernehmen wir hier im Konzept Texte aus einem Flyer der HSJ und der Einrichtung „Zündfunke“ Der Sprachgebrauch soll auch Mitglieder und Helfer unterstützen, die richtigen Worte zu finden, wenn sie um Hilfe gebeten werden und nicht gewohnt sind mit Kindern überhaupt oder zu diesem Thema zu sprechen.
Der nächste Schritt soll immer die Information der PSG-Beauftragten des Vereins sein, damit sie die weiteren Schritte einleiten können.

Kinder

Wir wünschen uns, dass du dich in unserem Verein wohlfühlst. Dafür arbeiten wir mit der Hamburger Sportjugend zusammen. Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass es dir gut geht. Wir Trainer und Trainerinnen reden darüber, welche Regeln es im Verein gibt – auch für Erwachsene. Zum Beispiel, wer die Umkleide oder die Dusche betreten darf. Wir reden mit den Erwachsenen auch über angenehme und unangenehme Berührungen. Sie können dann Kinder unterstützen, die sich gerade nicht wohlfühlen, zum Beispiel, weil jemand komische Sachen zu ihnen gesagt hat oder sie gegen ihren Willen anfasst.


Deine Rechte als Kind

Kinder stehen unter einem besonderen Schutz!
Es gibt Gesetze, die alle Kinder schützen. Diese Gesetze heißen Kinderrechte. Sie gelten für fast 2 Milliarden Kinder, die auf dieser Welt leben. Eines der wichtigsten Rechte ist, dass alle Kinder geschützt werden müssen.
Kinder sollen glücklich aufwachsen, und keiner darf sie beispielsweise schlagen oder ihnen anders wehtun.

Deine Gefühle
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Es gibt viele verschiedene Gefühle. Manchmal fühlst du dich gut, weil du zum Beispiel ein Tor geschossen oder einen schnellen Sprint gemacht hast. Aber es gibt auch kompliziertere Gefühle. Wenn du wütend oder enttäuscht bist, weil du vielleicht etwas nicht geschafft oder das Spiel verloren hast, ist es schwieriger, mit dem Gefühl umzugehen. Manchmal weißt du vielleicht auch gerade nicht so genau, was du fühlst. Das ist völlig in Ordnung. Nur du kannst entscheiden, wie sich etwas für dich anfühlt. Deine Gefühle sagen dir, ob etwas gut für dich ist oder nicht. Alle deine Gefühle sind also sinnvoll. Deshalb darfst du über deine Gefühle reden – auch über die komplizierten.
Kinder haben auch das Recht, ihre Meinung zu sagen und dass ihnen zugehört wird – auch im Sportverein. Wenn dir also jemand wehtut, ist das falsch. Du darfst NEIN sagen und dir Hilfe holen.
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Deshalb ist es wichtig, dass alle Kinder wissen, dass sie NEIN sagen dürfen und dass es Kinderrechte gibt. Wenn dein NEIN nicht gehört wird, ist das nicht deine Schuld. Du darfst dir Hilfe holen!

Angenehme und unangenehme Berührungen

Immer wenn dich jemand anfasst, nennt man das Berührung.
Ein Beispiel für eine schöne Berührung ist eine Umarmung von einer Person, die du gernhast. Es gibt aber auch Berührungen, die du unangenehm findest oder die sich komisch anfühlen. Zum Beispiel, wenn dir beim Sport jemand einen „Klaps“ auf den Po gibt, weil du etwas gut gemacht hast, oder dich bei einer Hilfestellung an Stellen berührt, die er oder sie nicht berühren darf und an denen du das nicht willst. Gerade im Sport kann man sich manchmal körperlich sehr nahekommen und es kann passieren, dass du dich dabei unwohl fühlst, vielleicht tut dir sogar etwas weh. Das ist nicht richtig, denn keiner darf dir näher kommen, als du magst! Es ist überhaupt nicht in Ordnung, wenn jemand dir wehtut. Dein Körper gehört dir!
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Hilfe holen

Wenn du ein komisches Gefühl hast oder dich schlecht fühlst, solltest du auf jeden Fall mit einem Menschen, dem du vertraust, darüber reden. Helfen können dir beispielsweise Mama, Papa, Oma, Opa, Lehrer/innen, Trainer/innen oder auch ältere Geschwister und Freund oder Freundin. Du darfst dir IMMER Hilfe holen, ganz egal, was passiert ist.
Du bist richtig so, wie du bist.
Wenn du dich nicht traust, mit jemandem, den du kennst, darüber zu sprechen, dann kannst du bei der Nummer gegen Kummer oder bei einer Beratungsstelle anrufen.

Gute und schlechte Geheimnisse

Du kennst bestimmt das aufregende, kribbelnde Gefühl, wenn du ein gutes Geheimnis hast. Das kann ein Geheimversteck oder ein Geschenk für einen guten Freund sein. Diese Geheimnisse musst du nicht weitersagen.
Es gibt aber auch Geheimnisse, die sich nicht so gut anfühlen. Wenn ein Geheimnis dir zum Beispiel Kopfschmerzen oder ein Drücken im Bauch macht, ist es ein schlechtes Geheimnis. Diese Geheimnisse darfst du immer weitersagen. Auch wenn du vielleicht versprochen hast, das nicht zu tun. Selbst wenn dir jemand Geschenke oder Geld gegeben hat und sich immer um dich kümmert, darfst du das Geheimnis verraten – man kann auch sagen, du darfst dir Hilfe holen!


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